Coaching-Regeln im Padel — Wann darf der Trainer helfen?
Verhalten und Disziplin
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Coaching-Regeln im Padel — Wann darf der Trainer helfen?

3 Min. Lesezeit

Die FIP-Regeln und die Turnierbestimmungen der professionellen Tour regeln, wann Trainer und Betreuer während eines Matches mit den Spielern kommunizieren dürfen. Das Grundprinzip lautet: Ratschläge während des laufenden Spiels verschaffen einen unfairen Vorteil und beeinträchtigen die Integrität des Wettkampfs.

Die Grundregel — Kein Coaching während der Punkte

Bei FIP-sanktionierten Wettbewerben ist Coaching vom Spielfeldrand während der Punkte nicht erlaubt. Sobald ein Punkt beginnt (ab dem Moment, in dem der Aufschlag ausgeführt wird), dürfen Trainer, Betreuer und Supportpersonal in den vorgesehenen Zuschauer- oder Teambereichen keine verbalen oder visuellen Anweisungen an die Spieler geben.

Das bedeutet:

  • Taktische Anweisungen während eines Ballwechsels zu rufen ist verboten
  • Handzeichen oder andere visuelle Kommunikation zur Steuerung der Spieler während eines Punktes ist verboten
  • Das Coaching-Personal muss während des laufenden Spiels sitzen bleiben und ruhig sein

Wann Coaching erlaubt ist

Coaching ist erlaubt während:

  • Seitenwechseln (90-Sekunden-Pausen nach ungeraden Spielen)
  • Satzpausen (120-Sekunden-Pausen zwischen den Sätzen)
  • Einspielen vor Matchbeginn

Während Unterbrechungen wegen medizinischer Hilfe, externer Störungen, Spielunterbrechungen oder Toilettenpausen entscheidet der Stuhlschiedsrichter oder Oberschiedsrichter, ob Coaching erlaubt ist.

Während der genehmigten Pausen dürfen Trainer an den Platzrand treten und direkt mit den Spielern sprechen. Sie müssen in ihren vorgesehenen Bereich zurückkehren, wenn das Spiel fortgesetzt wird.

Coaching von der Tribüne

Auch Zuschauer, die gleichzeitig Trainer sind — einschließlich des Trainers eines Spielers auf einem normalen Zuschauerplatz — unterliegen dieser Regel bei professionellen und sanktionierten Veranstaltungen. Der Schiedsrichter kann eine Verwarnung aussprechen oder die Entfernung eines Zuschauers verlangen, der wiederholt während der Punkte coacht.

Strafen bei Coaching-Verstößen

Unerlaubtes Coaching (Anweisungen während eines Punktes zu rufen) wird als Verhaltensverstoß sowohl für den Trainer als auch für das Team gewertet.

Für den Trainer gilt eine separate zweistufige Strafe:

  1. Verwarnung
  2. Ausschluss vom Match

Für das Team zählen Coaching-Verstöße zur progressiven Strafleiter des Teams (gemeinsam mit den Spielern). Ein Coaching-Verstoß, der auf einen vorherigen Teamverstoß folgt, führt zu einem Punktverlust für das Team.

Verstöße eines akkreditierten Trainers aufgrund seiner Anweisungen sind kumulativ mit den Verstößen der Spieler.

Hobby- und Vereinsspiel

Für Freizeit- oder Vereinsmatches ohne Schiedsrichter gibt es keine formalen Coaching-Einschränkungen. Auf diesem Niveau dürfen Spieler als gängige informelle Praxis zwischen den Punkten Tipps vom Spielfeldrand erhalten.

Zusammenfassung

SituationCoaching erlaubt?
Während eines Punktes (laufender Ballwechsel)Nein
Während SeitenwechselnJa
Während SatzpausenJa
Während medizinischer Auszeit / UnterbrechungenSchiedsrichter entscheidet
Trainerverstoß-StrafeVerwarnung → Ausschluss
Teamverstoß (wegen Coaching)Zählt auf der Teamleiter (Verwarnung → Punktverlust → Disqualifikation)

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