Ballmissbrauch im Padel — Regelverstöße und Strafen
Verhalten und Disziplin
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Ballmissbrauch im Padel — Regelverstöße und Strafen

2 Min. Lesezeit

Ballmissbrauch wird im FIP-Verhaltenskodex als jede absichtliche Zweckentfremdung des Balls während eines Spiels definiert, die über den normalen Spielverlauf hinausgeht. Er wird als Regelverstoß behandelt und nach dem standardmäßigen progressiven Strafensystem geahndet.

Was zählt als Ballmissbrauch

Ballmissbrauch umfasst:

  • Absichtliches Schlagen des Balls aus dem Platz — den Ball aus Frustration oder als Zeitverzögerungstaktik in die Zuschauer, über den Zaun oder aus der Platzumzäunung schlagen
  • Gefährliches Schlagen des Balls — den Ball mit hoher Geschwindigkeit auf Zuschauer, Offizielle oder andere Spieler richten, wenn dies nicht im Rahmen eines Ballwechsels geschieht
  • Zerstören oder absichtliches Beschädigen eines Balls — einen Ball absichtlich durchstechen, verformen oder anderweitig unspielbar machen
  • Verweigerung der Ballrückgabe an den Aufschläger oder die Balljungen/-mädchen in angemessener Zeit (wenn dies eindeutig absichtlich geschieht und ein Muster der Zeitverzögerung darstellt)

Ein Spieler, der aus einer Frustrationsreaktion heraus versehentlich einen Ball aus dem Platz schlägt, wird nicht automatisch bestraft — der Schiedsrichter entscheidet nach eigenem Ermessen, ob die Handlung absichtlich war.

Strafen

Ballmissbrauch folgt der standardmäßigen Strafenleiter des Verhaltenskodex:

  1. Erster Verstoß: Verwarnung — der Schiedsrichter verwarnt den Spieler mündlich und protokolliert den Verstoß
  2. Zweiter Verstoß: Verwarnung + Punktstrafe — dem gegnerischen Team wird ein Punkt zugesprochen
  3. Dritter Verstoß: Verwarnung + Disqualifikation vom Spiel

Bei besonders schwerem Ballmissbrauch — beispielsweise das Schlagen eines Balls auf eine Person — kann der Schiedsrichter sofort über eine Verwarnung hinaus eskalieren.

Praktischer Kontext

Ballmissbrauch wird am häufigsten geahndet, wenn ein Spieler nach einem verlorenen Punkt aus Frustration den Ball wegschlägt. Selbst wenn der Spieler den Ball sofort zurückholt, reicht die absichtliche Natur der Handlung aus, damit der Schiedsrichter einen Verstoß feststellt.

Spieler sind dafür verantwortlich, ihre Emotionen unter Kontrolle zu halten. Wenn das Spiel unterbrochen wird und ein Ball fehlt, weil ein Spieler ihn weggeschlagen hat, kann die benötigte Rückholzeit ebenfalls als Zeitverzögerung gewertet werden.

Zusammenfassung

HandlungStrafe (erster Verstoß)
Ball aus Frustration wegschlagenVerwarnung
Ball gefährlich auf eine Person geschlagenVerwarnung oder verschärfte Strafe
Absichtliche BallbeschädigungVerwarnung oder verschärfte Strafe
Wiederholter BallmissbrauchEskalation: Punktstrafe → Disqualifikation

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